
Hallo, ich bin Franziska. Ich habe Wen-Do im 2023 in einem Schnupperkurs bei Stefanie Birrer von Wen-Do Aargau kennen gelernt, ursprünglich, weil ich auf der Suche nach einem Selbstverteidigungskurs für meine Tochter mit kognitiver Beeinträchtigung war.
Der Kurs von Stefanie und die Philosophie von Wen-Do hat mich vom ersten Moment an begeistert! Im Wen-Do kommt so viel zusammen, was mir seit meiner Jugend wichtig ist: Die feministische Grundhaltung, die Solidarität unter Frauen, die Stärkung von Frauen* und Mädchen* im geistigen und körperlichen Sinne, damit eigene Grenzen erkannt und gegen aussen vertreten werden können. Ganz besonders fasziniert mich am Wen-Do, dass weder geistige noch körperliche Beeinträchtigungen ein Hindernis für den Besuch eines Wen-Do Kurses sind.
Schon ein Jahr später habe ich mit der zweijährigen Ausbildung zur Wen-Do Trainerin mit traumasensiblem Schwerpunkt in München bei Cordula Weidner und Mirjam Spies in Kooperation mit der Beratungsstelle des Frauennotrufs München gestartet und die Ausbildung Ende 2025 mit Zertifikat abgeschlossen.
Hauptberuflich bin ich Theologin und arbeite nach 5 Jahren im Gemeindepfarramt seit 15 Jahren zu 70% als Spitalseelsorgerin am Kantonsspital Aarau mit dem Schwerpunkt Frauen- und Kinderklinik sowie Intensivmedizin. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Spitalseelsorgerin bin ich auch als Care-Giverin nach NNPN Standard (Nationales Netzwerk Psychologische Nothilfe) ausgebildet und tätig.
Während meiner praktischen Ausbildung habe ich während 1.5 Jahren zu 20% in der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel (UPK) mit dem Schwerpunkt psychotherapeutische Station (Borderline Erkrankungen und Essstörungen) und Suchtstationen sowie während des Studiums an den Wochenenden in der Gassenarbeit in Basel gearbeitet. An beiden Orten war die Gewalt an Frauen ein zentrales Thema.
Diese und andere Erfahrungen motivierten mich, den interdisziplinären Nachdiplomstudiengang mit Expert*innen aus Jurisprudenz, Psychologie und Psychotherapie, Polizeiwissenschaften, Sozialpädagogik und Theologie an der Universität Zürich ‚CAS Postvention nach häuslicher Gewalt‘ zu besuchen und abzuschliessen mit dem Ziel, gewaltbetroffene Paare und Familien zu begleiten. Teil meiner Ausbildung war ein Praktikum im Frauenhaus für Migrant*innen ‚Violetta‘ in Zürich.
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Spitalseelsorgerin absolvierte ich die beiden Nachdiplomstudiengänge in ‚Pastoral Care and Pastoral Psychology‘ (CAS PCPP) an der Universität Bern mit dem Spezialgebiet ‚Clinical Pastoral Care‘ und dem Spezialgebiet ‚Lösungsorientierte Seelsorge‘ (LOS). Beide Studiengänge vertiefen kommunikative Fähigkeiten sowie Methoden lösungsorientierter Beratung und Gesprächsführung und Grundlagen der Tiefenpsychologie. Im Studium war feministische Theologie einer meiner Schwerpunkte. Das führte zur Mitarbeit in der Regenzkommission der Universität Basel zum Thema ‚Frauen an der Universität Basel‘ sowie zur Mitarbeit in der vom Rektorat der Universität eingesetzten ‚Untersuchungs- und Beschwerdekommission zum Schutz vor sexueller Belästigung an der Universität Basel.‘
Privat bin ich Mutter von vier Kindern zwischen 10 und 20 Jahren und viel auf dem Velo, am Reisen, beim Tanzen und zusammen mit Freundinnen anzutreffen. Als Mutter von drei jungen Männern und einer jungen Frau finde ich es spannend, gemeinsam mit meinem Mann den Familienalltag so zu gestalten, dass Gendergleichheit und Vielfalt der Lebensgestaltung eine Selbstverständlichkeit sind.
